Sonntag, 20. November 2016

Website meiner Autorin

Zwischen lernen, abendessen und wieder lernen muss ich rasch eine Info loswerden. Meine Autorin hat eine neue Website:
http://www.edithmair.at

So und jetzt rasch weite lernen, diese Woche ist Schularbeit. Rechnungswesen. Pffff....

Sonntag, 14. September 2014

Eine Nacht auf Taa-Nrum L-6-4

Kürzlich bin ich wieder zu meinen Freunden gereist. Das passiert immer nachts, weil ich am Tag ja nicht schlafe. :-)
Doch diesmal war es auch auf Taa-Nrum L-6-4 Nacht! Wow, das war das erste Mal. Angekommen bin ich auf Walas und Totus Bauernhof. Ich bin total begeistert, als ich zum Himmel sehe! Durch die Großstadt, in der ich wohne, sehe ich Sterne nicht so gut, nur wenn ich bei meinen Großeltern im Salzkammergut bin, da ist es anders. Einmal sind wir zu Silvester auf den „Jainzen“ gegangen, das ist ein kleiner Berg in Bad Ischl, den Nachthimmel von dort oben werde ich nie vergessen. Aber der Himmel hier ist unvergleichlich! So viele Sterne auf einmal habe ich mein Leben noch nie gesehen!
Wahrscheinlich habe ich fünf Minuten mit offenem Mund nur nach oben geschaut, bis ich drauf gekommen bin, dass ich meine Freunde vielleicht mal begrüßen sollte! Dann schnappen mich die beiden und laufen zu Tara und Maki. Du weißt, dass meine Freunde enorm schnell laufen können und mich dabei immer in die Mitte nehmen, hoch heben und los geht’s.
„Heute gibta esi Grillen bei Maki undi Tara“, hat Totu nach der Begrüßung gesagt. Da bin ich gespannt!
 
Nach einer geschätzten Minute sind wir da, ich begrüße meine beiden Freunde.
„Khomm, Phether“, sagt Tara, während sie zwei dicke Fackeln anzündet und mir eine davon gibt.
Wir gehen ins Haus, Maki und Totu bereiten einstweilen die Feuerstelle vor, Wala packt die beiden Beutel aus, die sie und Totu mitgebracht haben.
Auf dem Planeten meiner Freunde gibt es keine bombastischen Villen so wie auf der Erde, oder gar Hochhäuser, jedes Haus ist einstöckig und einfach so, wie es zum Leben nötig ist. Tara führt mich herum, im Haus sehe ich ein Zimmer, das Tisch, Sesseln, eine Bank und ein paar Kästen enthält, dann gibt es ein ganz kleines Schlafzimmer, da stehen nur zwei Betten, weiters das Bad, ein Klo und fertig. Das Klo ist ein Plumps-Klo mit einem Wasserkübel daneben, es gibt keinen Strom auf dem Planeten meiner Freunde und, wie du dir denken kannst, ist im Bad auch keine Wanne mit Fließwasser, allerdings gibt es so was wie eine Dusche, das haben die Quomaianer ganz toll gemacht! Es ist im Eck des Raums eine Mauer hochgezogen, oben steht ein mit Seilen befestigter Wasserbottich, der auf einer Seite viele kleine Löcher hat. Ich glaube, der Bottich ist aus den Makatokasträuchern gemacht, du kannst dich sicher an die brettartigen Pflanzen erinnern. Jedenfalls kann man ihn mithilfe der Seile kippen, sodass das Wasser aus den Löchern rinnt. Nicht in so feinen Strahlen, wie unsere Duschen auf der Erde, das nicht, aber trotzdem war ich total, total begeistert, als ich dieses Konstrukt das erste Mal gesehen habe! Das Wasser zum Duschen und für's Klo muss man von einem Bach oder Fluss holen, das ist halt nicht so komfortabel. Trotzdem würde ich auf jede Annehmlichkeit der Erde sofort verzichten, wenn die Menschen alle so wären wie die Quomaianer!
Gekocht und gegessen wird meist im Freien, nur wenn es regnet, hält man sich im Haus auf. Auch der Bauernhof von Wala und Totu ist so angelegt wie das Haus von Maki und Tara, bloß haben sie noch einen Schuppen für ihre Rechen und Schaufeln und Ackergeräte und was man halt sonst noch braucht auf einem Hof. Einen Stall für die Tiere gibt es nicht, die sind Jahr und Tag im Freien, weil’s auf Taa-Nrum L-6-4 keinen Winter gibt. Das meiste Leben meiner Freunde spielt sich draußen ab.
 
Eines gibt es in Taras Haus, das überrascht mich echt! Es stehen ein paar Schüsserln herum mit Krimskrams, das wär’ noch nicht ungewöhnlich, aber die Schüsserln sind alle aus Gold!
„Wahnsinn, Tara, seid ihr so reich, dass ihr euch Gold leisten könnt?“, wundere ich mich. Ich dachte, auf Taa-Nrum L-6-4 sind alle gleich?
„Whas isth rheich“, will meine Freundin wissen.
Für manche Wörter gibt es keine Entsprechung im Quomaianischen.
„Reich heißt, dass man viel Wertvolles, Teures besitzt“, versuche ich zu erklären.
„Dhann sind whir sehr rheich, lhieber Phether“, sagt Tara und lächelt, „whir habenh guthe Fhreundhe, die unsh lieb undh teuer sindh undh whir shind rheich an Erfhahrung und schönen Erhinnerungen.“
Da muss ich auch lächeln.
„Nein, Tara“, antworte ich, „das habe ich nicht gemeint, ich hab das Gold gemeint, das Material, aus dem eure Schüsserln sind, das ist auf der Erde sehr, sehr viel wert, das kann sich nur jemand leisten, der viel Geld hat, also ich meine, ganz viele Dinge zum Eintauschen.“
Es gibt auf Taa-Nrum L-6-4 kein Geld, hier wird nur getauscht.
„Ach nhein, dhas ist bei unsh nicht so, hier hath esh keinen beshonderen Whert. Wir bhrauchen esh nhicht, ehs schaut einfhach schönh aus,  Phether.“
Und auf dem Planeten meiner Freunde wird zur Gewinnung des Goldes sicher niemand ausgebeutet oder muss unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten, wie auf der Erde. Ich hab da mal eine Reportage gesehen, die war echt erschütternd!
„Nhein, Phether“, sagt Tara,  die meine Gedanken gelesen hat, „unshere Männher machen das nur eihn phaar Whochen lhang, esh ist schonh recht anstrhengend. Undh das mhacht jeder nur, whenn er Lusth hat. Wie gehsagt, whir bhrauchen das Ghold nichth. Maki hath dhie Schüssehln vor einigher Zeith bekhommen.“
Maki wird für seine Arbeit als Bürgermeister auch nicht in Geld bezahlt, sondern in Naturalien, direkt von den Einwohnern seiner Stadt. Jeder gibt das, was er sich eben leisten kann. Und Maki teilt das dann mit seinen Mitarbeitern im Stadtamt, wie Totu zum Beispiel.
 
Als wir wieder hinausgehen, flackert bereits ein nettes Feuer. Das Essen wird wohl noch eine Zeit lang dauern, zuerst müssen die Flammen runterbrennen. Am Tisch vor dem Haus sind einige Köstlichkeiten bereitet, die in Totus und Walas Beuteln waren. Mehrere lange Stäbe lehnen am Tisch, um Fleisch oder Würstchen darauf zu spießen. Tara und ich haben weiteres Essen vom Haus ins Freie mitgenommen. Dann setzen wir uns auf den Boden, um das Feuer herum.
 
Wir sitzen alle zunächst ganz still da und schauen in die Flammen. Die Geräusche in der Nacht sind vollkommen  anders als am Tag! Auf der Erde kann man in einer lauen Sommernacht Grillen hören, also am Land zumindest. Hier auf dem Planeten meiner Freunde höre ich faszinierende Laute von Tieren, die fast ein bisschen wie atonale Musik klingen, ganz eigenartig, aber echt toll!
In der Luft schweben kleine, leuchtende Fäden nach oben, zuerst glaube ich, dass das vom Feuer kommt, aber nein, diese Fäden schweben überall!
„Dasss ssinnttt Mahalllasss“, sagt Wala, die meine Gedanken gelesen hat.
Mahallas?
„Esa sindi Käfer“, erklärt Totu, „die siehsti du nur in dera Nachti.“
Mah, liab, wie unsere Glühwürmchen!
„Wenn zwei zwei zusammen nach oben schweben, dann darfst dann darfst du dir etwas wünschen, Peter, das bringt bringt Glück“, sagt mein Freund Maki.
„Gut, Maki, dann werde ich ganz genau aufpassen!“
Ich schaue wieder zum Himmel, er ist einfach so einzigartig schön! Ob einer dieser funkelnden Punkte meine Sonne ist? Ein Stern leuchtet ganz besonders kräftig.
„Dhas isth khein Stern, Phether, dhas isth dher nächste Phlanet“, erklärt Tara, „auch whenn dhu dhas vhiellheicht nhicht glaubst.“
„Doch, Tara, natürlich glaube ich dir! Auch am Erdenhimmel kann man Planeten leuchten sehen, die Venus zum Beispiel, unseren nächsten Nachbarn. Habt ihr hier auch Sternbilder?“
„Was ist mit Sternbildern, mein Schatz?“
 
Oh! Nein! Ich bin aufgewacht! Mama steht an meinem Bett.
„Steh auf, Peter, es ist Zeit“, sagt sie und geht hinaus.
Ach, schade, wieso muss ich vor dem Essen aufwachen? Hätte die Nacht nicht noch ein bisschen länger dauern können?

Dienstag, 29. Juli 2014

Diese Feier war nicht lustig

Leider komme ich in letzter Zeit recht selten dazu, die Erlebnisse mit meinen Freunden aufzuschreiben. Das tut mir leid. Was ich dir heute erzählen will, liegt auch schon wieder zwei Monate zurück.
Ich bin eines Nachts wieder zu meinen Freunden gereist. Angekommen bin ich mitten in Walas und Totus Küche. Sie ist total schön dekoriert, Blumen überall, auf dem Tisch, auf den Schränken, sogar an der Wand. Und der Tisch biegt sich fast unter den quomaianischen Köstlichkeiten! Schmatz, mir läuft gleich das Wasser im Mund zusammen!
Alle vier Freunde sind da, Maki und Tara auch. Und dann noch so ungefähr fünfzehn andere Quomaianer, die ich noch nicht kenne.
Ich, nachdem ich meine vier Freunde umarmt habe, voll Freude: „Hey, es gibt Party! Wer hat denn Geburtstag?“
Jeder Quomai gibt mir die Hand, lächelt mich an, nennt mich „Retter“ oder „Held“ oder etwas in der Art und freut sich, mich zu sehen. Ich freu mich natürlich darüber, es ist mir aber auch ein bisschen peinlich.
Der letzte Quomai, der mich begrüßt, hat einen Blumenkranz am Kopf.
„Dchu bist chalso dcher bcherühmte Pcheter, dcher Chretter unseres Plchaneten! Ich fchreue mich chaußerordentlich, dich noch kchennenzulernen!“
„Freut mich, deine Bekanntschaft zu machen!“
„Mchein Chname ist Chratu. Ich sage dchir mcheinen vchollständigen Nchamen nchicht, Wchala chat mchir erzchält, ihr chabt kcheine so chlangen Nchamen auf dcheinem Cheimatplaneten!“
„Ja, danke, Ratu, ich kann mir eure langen Namen leider nicht merken. Du bist das Geburtstagskind! Woher kennst du meine Freunde?“
Wala antwortet für ihn: „RRattu istt mmmeinnn Mmutterrmmutterrbbrutterr.“
Der Mutter-mutter-bruder – also Walas Großonkel. Und seinen Akzent finde ich witzig! Jeder Quomai hat einen ganz eigenen Akzent, das gefällt mir immer wieder.
„Undh“, sagt nun Tara, „esh ist kheine Gheburtsthagsfheier.“
„Oh! Schade! Was feiert ihr denn dann?“
Während unseres Gesprächs haben wir uns alle um den Tisch gesetzt und beginnen, die Köstlichkeiten zu verspeisen. Brote mit Aufstrichen in allen Farben, kleine Törtchen, einzigartiges Obst, das ich noch nie gesehen habe, rund, oval, länglich, von giftgrün über schrill gelb bis zu dunkelorange, gezackt, stachelig, mit glatter Haut, mit schrumpeliger Haut, und so weiter! Da geh'n mir echt die Augen über!
Ein paar Teller enthalten Fleischbällchen. Ich hoffe, dass es nicht das kleine Krmrz… mah, ich krieg das auf Anhieb nie hin … das kleine Kmrzrnrtati, das quomaianische Kälbchen ist, das mir Wala vor über einem Jahr gezeigt hat, als es grad kurz vorher geboren worden ist!
Wie ich schon bei vielen gemeinsamen Essen auf diesem Planeten beobachtet habe, bietet jeder Quomai zuerst seinen Nachbarn links und rechts an, bevor er selbst zugreift. Auch ich mache das so.
„Wirr feierrrn RRattus Abbschiett“, erklärt Wala.
„Abschied, ach so! Wohin gehst du denn, Ratu?“, sage ich mit vollem Mund.
„Ichch wcheiß echs nchicht. Dchas wcheiß nchiemand.“
„Wie, das verstehe ich nicht. Und wie lange wirst du weg sein?“
„Fchür chimmer, Pcheter.“
„Oh, ach so?“ Ich bin ein bisschen verwirrt. „Und wieso weißt du nicht, wohin du gehen wirst?“ Mmmh! Die grünen, stacheligen Früchte schmecken besonders gut! Die Stacheln sind ganz weich, man kann sie auch essen.
„Aufi dera Erde“, schaltet sich nun mein Freund Totu ein, „sagt ihra dazu, dassi man stirbta.“
„Wie bitte? Stirbt?“ Meine Hand, die sich grad noch eins von den Broten holen will, zuckt zurück. „Aber wie ist das … das tut mir … das ist ja … oh du meine Güte! Das ist ja schrecklich traurig!“ Ich krieg keinen richtigen Satz raus. Was werden mich meine Freunde für einen unsensiblen Vollpfosten halten! Ich mache einen auf lustig, dabei ist das ja ein total, total trauriger Anlass.
Viele Fragen schwirren wie aufgeschreckte Vögel durch meinen Kopf!
„Wieso wisst ihr, wann ihr sterbt? Wohin geht ihr genau, das müsst ihr ja wissen, sonst kommt ihr da ja nicht hin? Seid ihr böse auf mich, weil ich mich so danebenbenommen habe? Und wieso seid ihr alle nicht ganz, ganz traurig? Oder seid ihr es eh?“ Die letzten beiden Fragen stelle ich, weil die Quomaianer allesamt keinen unglücklichen Eindruck machen, sondern fröhlich miteinander plaudern und manchmal sogar lachen.
„Wieso wir wissen wissen, wann wir wann wir sterben, wissen wir nicht“, antwortet Maki.
„Knaknakna! Nichta wissen, wieso wira wissena! Du bista lustig, Maki. Abera du findest dasi vielleicht nichta so lustiga, Peter, entaschuldige, bitte. Wira spüren es einfachi“, sagt Totu.
„Ich chweiß nicht, wchohin ich gehen mchuss“, sagt Ratu, „ich gchehe einfchach lchos, wchohin mchich mcheine Gchedanken chleiten. Irgchendwo in Rchichtung Sandwüste, dchort bcheginnt für chjeden dcher Chweg.“
„Undh whir sind nhicht thraurig, lhieber Pheter“, erklärt Tara. „Whir habhen ja nhoch die Mhöglichkeit, unsh vhon unsheren Lhieben zu vherabschieden. Undh dhas Sterbhen gehört einfhach zhum Lheben.“
„Und nniemmmandd istt ppösse auff dich, lieberr Peterr“, fügt Wala noch an.
Ich weiß, dass meine Freunde nicht herzlos sind, oh nein, ganz im Gegenteil! Diese Gelassenheit gegenüber dem Sterben kann ich aber nicht teilen. Nicht mal Ratu selbst ist nervös oder traurig oder so, er lächelt die ganze Zeit, ich verstehe das nicht.
Ich hingegen bin nun wahnsinnig traurig und mein Herz klopft viel schneller als normalerweise. Wie kann es sein, dass Ratu heute noch hier mit uns sitzt und quatscht und morgen einfach nicht mehr da ist? Und wenn sie alle in die Wüste gehen, müssten da nicht lauter … nein, nicht denken, nicht Skelette denken! Oh, verflixt, wie denkt man etwas nicht?
„Knaknaknakna, du bisti lustig, Petera! Auchi wenn du es vielleichti nichti so meinst!“
Oh je, Totu, hat meine Gedanken gelesen! Und alle anderen Quomaianer bestimmt auch. Megapeinlich!
„Nachdem wir nachdem wir gegangen sind sind, bleibt nichts mehr nichts mehr von uns zurück“, erklärt Maki.
„Außher nathürlich die Erinnerung“, sagt Tara, „die lhebt in unsheren Familien undh Freunden weiter.“
„Fürr immmerr“, bekräftigt Wala.
Dann ist das Essen beendet, alle Quomaianer stellen sich in einer Reihe auf. Ich stelle mich dazu. Ratu geht von einem zum anderen, umarmt ihn und sie wechseln noch ein paar Worte. Immer noch schaut niemand traurig aus, ganz im Gegenteil, manchmal lachen und scherzen sie sogar miteinander. Ich verstehe das nicht. Mir rinnen nun die Tränen über das Gesicht, es tut mir leid, ich kann nicht anders. Da helfen auch keine Entspannungsübungen. Ich probier’s erst gar nicht.
Dann kommt Ratu zu mir.
„Lcheb wchohl, Pcheter, so schchön, dchass ichch dchich pchersönlich kchennen gchelernt chabe!“
Ich bringe kein Wort heraus, umarme Ratu nur. Dann muss ich doch noch etwas los werden: „Es tut mir leid, dass ich deine Party … also deine Feier … dass ich sie kaputt gemacht habe!“
„Pcheter, dchu wcharst dcher Chehrengast, dchu chast nichts kchaputt gchemacht! Lcheb wchohl, lchieber Fchreund! Und sei nicht so tchraurig!“
Nun, der letzte Ratschlag bewirkt leider das Gegenteil.
Kurz darauf gehen alle Quomaianer nach Hause, ich bleibe mit meinen Freunden Maki, Totu, Tara und Wala zurück. Auch sie versichern mir, dass ich die Feier nicht kaputt gemacht habe, dass sich alle gefreut haben, mich zu sehen und ganz besonders Ratu.
„Ich weiß, dass bei euch alles anders ist“, beginne ich, „trotzdem … “ Dann muss ich wieder weinen.

„Peter was ist los, warum weinst du denn so?“ Mama sitzt plötzlich neben mir. Sie umarmt mich. Ich bin wieder in meinem Bett. Ich bringe kein Wort heraus, weine nur heftig an ihrer Brust.
„Ich habe vom Sterben geträumt“, sage ich dann. „Jemand hat gewusst, dass er sterben muss und es hat vorher noch eine lustige Feier für seine Freunde gegeben, dann hat er sich von allen verabschiedet und ist einfach zur Tür hinausgegangen.“
Über meine quomaianischen Freunde habe ich Mama noch nie erzählt und das ist auch jetzt nicht nötig.
„Ist das denn kein beruhigender, tröstlicher Gedanke“, fragt sie, „wenn man nicht so unvermutet aus dem Leben gerissen wird? Denk doch an Herrn Swoboda von gegenüber. Einfach Autounfall und vorbei. Das muss für seine Familie doch ganz schrecklich sein.“
„Wenn man weiß, dass man gehen muss, kann man noch einiges erledigen“, sagt Mama. „Zum Beispiel eine fröhliche Feier veranstalten, damit die Freunde nicht traurig sind. Oder haben in deinem Traum alle geweint?“
„Nein, nur ich. Sie haben miteinander gelacht und gescherzt. Und zum Schluss hat ein jeder den, der sterben musste, in den Arm genommen.“
„Deine Traumfiguren sind mir sympathisch.“
Mama lächelt mich aufmunternd an. Trotzdem. Ein beruhigender Gedanke? Tröstlich? Ich weiß nicht. Wie siehst du das?
„Denkst du noch oft an die Uroma?“, frage ich sie schließlich.
„Mindestens jede Woche.“
„Erzählst du mir von ihr?“
„Komm, steh auf, Peter, wir reden beim Frühstück über sie.“

Samstag, 25. Januar 2014

Ralfs Stunde

So, nun ist es passiert! Jetzt konnte ich Ralf mal so vorführen, wie er sonst immer mich! Mit Totus Hilfe. Rache ist Blutwurst!
Du kennst ja Ralf, meinen Schulkollegen, der mich peinigt, wo er nur kann. Seit ich meine Entspannungsübungen habe, kann ich mit ihm viel besser fertig werden, das heißt, ich ärgere mich nicht mehr so sehr über seine Gemeinheiten. Ganz kalt lässt er mich natürlich trotzdem nicht.
Es war vorgestern in der Geographiestunde. Ich sitze immer noch allein in einer Bank und plötzlich saß Totu neben mir. Diesmal bin ich nicht – so wie bei Makis Besuch vor langer Zeit – von der Bank gefallen vor Schreck, hab auch nix gerufen, weil ich so überrascht war, kurz, es hat niemand gemerkt.
„Totu“, denke ich, „das ist ja nett, dass du mich besuchst!“
Auf der Erde kann außer mir niemand meine quomaianischen Freunde sehen oder hören. Und weil sie meine Gedanken lesen, kann ich mich mit ihnen unterhalten und keiner merkt etwas.
„Hallo Petera, ichi dachte, ichi schau mala bei dira vorbei!“
Was hat die Lehrerin gesagt? Jetzt habe ich kurz nicht aufgepasst. Wie war das? Rotalgen, die durch die Verschmutzung im Wasser entstehen? In welchem See in Österreich war das vor ganz vielen Jahren?
„Haha! Weil der Peter vorher drinnen geschwommen ist“, ätzt Ralf, mein Erzfeind.
„Haha, so lustig“, denke ich. Sagen tu ich nix, das bringt sowieso nichts.
Was macht Totu? Er geht rasch zu Ralf hin und schubst sein Schüttelpennal vom Tisch! Alle Stifte rollen raus und verteilen sich über den Boden!
„He!“, schreit Ralf, „was soll das?“
„Ja genau, Ralf“, schaltet sich die Lehrerin, Frau Huber, ein, „was soll das?“
„Ich war das nicht!“
„Wer denn sonst?“, will die Lehrerin wissen.
Da dreht sich der Ralf doch glatt zu mir um und sagt: „Das war sicher der Peter!“
Ich darauf: „Ja genau, weil ich ja nicht drei Reihen weg von dir sitze!“
„Seid sofort still ihr beiden und Ralf, spar dir deine Faxen!“
„Ich war das nicht“, mault Ralf nochmals, während er seine Stifte aufhebt.
Die Lehrerin glaubt ihm nicht.
„Ruhe jetzt!“, schnaubt sie ärgerlich.
Ich kann mein Grinsen nur schwer unterdrücken.
„Hast du Besuch?“, haucht mir Susanne zu.
Sie sitzt in der Reihe vor mir. Schlaues Mädchen. Ich nicke unmerklich.
„Das zahl ich dir heim!“, zischt Ralf dann in meine Richtung.
Ich werfe ihm einen wie-soll-ich-denn-das-gemacht-haben-du-Blödmann-Blick zu. Da – patsch! Schon wieder landet das Pennal am Boden! Wieder kullern die Stifte in alle Richtungen davon. Totu grinst von einem Ohr zum anderen und setzt sich wieder neben mich.
„Peter, du Ar$(#!“
„Ruhe jetzt, Ralf!“ Frau Huber ist nun echt wütend und knallt mit der Hand auf das Lehrerpult. „Lass Peter aus dem Spiel, der ist mehr als zwei Meter weg von deinem Schreibtisch! Zum letzten Mal, hör mit deinen Faxen auf, sonst hat es Konsequenzen für dich! Und spar dir deine Kraftausdrücke!“
Die Klasse, die vorher noch gekichert und getuschelt hat, ist nun mucksmäuschenstill.
„Oh je, haba ichi vielleichti wasa Schlimmes gemachta?“, fragt Totu und macht große Augen.
„Nein, nein, lieber Freund“, denke ich, „das passt perfekt, das geschieht ihm ganz recht!“
Jaaa! Das ist jetzt die Rache für die Gemeinheiten, die ich all die Jahre von Ralf erdulden musste!
„Neini, Petera, Rache ist niemals guti!“, ruft Totu. „Dasi machta deina Herz böse!“
„Wolltest du mich denn nicht rächen, Totu?“, denke ich.
„Neini“, erwidert mein Freund, „icha wollte nur, dass er aufhörti, gemein zu dira zu sein. Obwohl“, setzt er fort, „es nichta richtig isti, seine eigene Überlegenheita auszuspielen.“
„Überlegenheit?“
„Na, weil era michi ja nichta sehen kanni.“
„Ach Totu, jetzt sei doch kein Moralapostel!“
Ralf hat mich so viele Jahre sekkiert, da gehört ihm so ein Denkzettel schon mal! Und geschimpft – wenn man es genau betrachtet – hat Frau Huber mit ihm nicht, weil die Stifte runtergefallen sind, sondern weil er mich dafür verantwortlich gemacht hat. Daher ist er eigentlich selbst schuld, der Blödmann.
„So geseheni hast du Rechti“, bestätigt Totu. Er liest meine Gedanken, auch wenn ich sie nicht direkt an ihn richte.
„Und lustig war es auch“, denke ich grinsend.
„Ja, knaknakna, das wari sehr lustiga“, bestätigt Totu, grinst breit und – ist verschwunden!

Donnerstag, 21. November 2013

Hallo, nach sehr langem Schweigen!

Oh, je, jetzt hab ich dir lang nix mehr von mir erzählt! Nicht, weil ich keine Lust hatte, dir von meinen Freunden zu berichten, das darfst du nicht glauben. Aber leider geht es meiner Freundin Susanne sehr schlecht, weil ihre Mama seit dem Frühjahr sehr, sehr krank ist.
Nicht nur, dass ich daher noch mehr Zeit verbringe mit ihr als üblich, sondern es schien mir auch total unpassend, lustige Geschichten zu erzählen, wenn Susanne so traurig ist.

Wenn Susanne mich gefragt hat, warum ich nichts mehr schreibe, dann hab ich immer gemeint, dass ich keine Lust hätte, keine Zeit und so weiter. Aber kürzlich hat sie dann herausgefunden, worum es mir wirklich geht.
"Du bist ganz schön blöd!"
Das waren ihre Worte. Typisch Susanne. Immer ganz direkt.
"Grad weil es mir nicht gut geht, will ich doch deine lustigen Geschichten lesen!"

Also gut. Dann beginne ich doch wieder damit, die Erlebnisse mit meinen Freunden aufzuschreiben. Es ist ja nicht so, dass wir nicht oft genug Spaß haben!

Eine Geschichte fällt mir da sofort ein, die mit dem Hund. Die war echt lustig!

Meine Freunde haben mich letzten Sonntag besucht, gleich alle vier. Wir sind im Donaupark spazieren gegangen, da waren wir schon ein paarmal, meinen Freunden gefällt's da recht gut. Na, jedenfalls kam eine Frau mit ihrem Hund daher. Und - du wirst es nicht glauben - der Hund konnte meine Freunde sehen! Er ist um Tara herumgetänzelt und schwanzwedelnd an Wala hochgehüpft. Das Frauerl vom Hund konnte meine Freunde natürlich nicht sehen. Stell dir das mal bildlich vor, wenn ein Hund plötzlich um nix herum im Kreis läuft und sich dann auf die Hinterbeine stellt und gegen jede Physik schräg stehen bleibt, so wie Michael Jackson in einem seiner Videos. Wobei ihm allerdings die Schuhe festgeklebt worden sind, oder so.

Den Blick von der Frau auf ihren Hund kann man mit Worten gar nicht beschreiben, sie ist so was von baff!
"Was ist denn das, Rufus, was machst du denn?", fragt sie total verwundert.
Maki und Totu fangen natürlich wieder mal zu lachen an.
"Kachkachkachkach!"
"Knaknaknakna!"
Was passiert? Du hast's sicher schon erraten: ich muss mitlachen.
"Hört auf, haha!"
Uups, das ist mir rausgerutscht.
"Was sagst du?", fragt die Frau.
"Äh, ich meine, dass sie mit ihrem Hund im Zirkus auftreten können", stoße ich zwischen zwei Lachern hervor.
"Ich versteh' das nicht", sagt sie ärgerlich, "Rufus, komm jetzt da weg! Und du, mach dich nicht lustig über uns!"
"Würde ich nie tun", antworte ich und versuche ein ernstes Gesicht. Das gelingt mir nicht so richtig, irgendwie reiße ich bloß die Augen weit auf.
"Kachkachkach, du kannst kannst auch im Zirkus auftreten Zirkus auftreten", ruft Maki.
"Hör auf zu lachen", zische ich.
"Ich lache ja gar nicht", meint die Frau ärgerlich, "hör du auf!"
Oh je, das wird immer schlimmer!
"Knaknakna, am bestena nixi mehr sagen, Petera", rät Totu lachend.
Auch Tara und Wala haben nun zu kichern begonnen, was nicht wirklich hilfreich ist für mich.
"Aufhören, bitte aufhören", füstere ich.
"Ja", sagt die Frau zornig, "ich höre nun auf."
Wieso hat sie so gute Ohren? Dann nimmt sie ihren Hund beim Halsband und geht ganz schnell weg. Der Hund wehrt sich ein bissel, will bei meinen Freunden bleiben, aber die Frau ist stärker.
"Sie könnten sicher viel Geld mit dem Hund und seinem Kunststück verdienen!", rufe ich ihr nach.
Mittlerweile - das liegt auf der Hand - haben sich Maki und Totu auf den Rücken geworfen, strampeln mir ihren Beinen in die Luft und lachen, was das Zeug hält.

Tara und Wala tanzen um mich herum und rufen immer wieder:"Hör zu lachen auf Peter!"

Schließlich lachen wir alle, bis uns die Luft ausgeht. Die Frau wird von diesem Erlebnis vielleicht noch ihren Enkelkindern erzählen. Ein Hund, der schräg auf seinen Hinterbeinen steht! Echt krass, nicht?



Sonntag, 23. Dezember 2012

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Quomaianer feiern kein Weihnachten

Freust du dich schon auf Weihnachten? Natürlich tust du das! Ich ja auch!

Meine Freunde feiern kein Weihnachten. Jesus war wahrscheinlich nur auf der Erde und nicht auch auf Taa-Nrum L-6-4. Die Quomaianer glauben gar nicht an Gott oder irgendein höheres Wesen. Sie sind trotzdem so gute Menschen, äh, Wesen, es ist unglaublich, obwohl sie nicht  - so wie die Christen - auf eine Belohnung hoffen dürfen.

Die Quomaianer sind gut zu allem, untereinander sowieso, sie bedanken sich aber auch bei den Tieren, die sie essen, bei den Pflanzen, die sie pflücken, und das alles machen sie ohne großes Brimborium! Es ist für sie vollkommen natürlich, so wie sich man sich bei uns bedankt, wenn jemand auf unser Niesen "Gesundheit" sagt.

Es gibt auch überhaupt keine Gesetze auf Taa-Nrum L-6-4, kannst du dir das vorstellen? Gesetze sind einfach nicht nötig auf diesem Planeten! Die Bewohner kommen gar nicht auf die Idee, sich gegenseitig Böses zu tun.Wahrscheinlich haben sie alle, ohne es zu wissen, Gott in sich und darum sind sie alle so gute Wesen.

Wie auch immer, auf der Erde ist es anders, hier gibt es leider sehr viel Böses, daher brauchen wir Gesetze und die Polizei und Gefängnisse und so. Aber es gibt bei uns auch viele Menschen, die einfach gut sind, ohne sich irgendwas dafür zu erwarten.

Und es gibt Weihnachten!! Christbaum, Bratwürstelduft, Adventkalender, Packerln!!! Vorfreude, Besuch bei Oma und Opa, Spazierengehen im Schnee, Ferien!!! Aufgeregt sein, Märchen im Fernsehen, alle mit "frohe Weihnachten" begrüßen, Wünsche, die in Erfüllung gehen!!! Ich freu mich drauf!!!

Dienstag, 27. November 2012

Bob fahren auf Taa-Nrum L-6-4

Letztes Mal habe ich meinen Freunden einen tollen Vorschlag gemacht: lasst uns Bob fahren!
Es gibt auf Taa-Nrum L 6 4 keinen Schnee, so kalt ist es auf dem ganzen Planeten nicht, aber Dünen mit ganz feinem Sand gibt es, der sich sogar zum Snowboarden eignet, wie du weißt.
Bobs wird man auf Taa-Nrum L 6 4 vergeblich suchen, es gibt überhaupt kein Plastik auf diesem Planeten (und die Bewohner leben trotzdem ganz gut!) Aber: es gibt die Tikameni-Bäume, die außerhalb von Knaperalasiite wachsen. Das Besondere an ihnen ist, dass sie sehr große, feste Blätter haben. Braun sind sie, falls dich das interessiert und genauso lang wie ich groß bin.
Und auf diesen Blättern, habe ich mir gedacht, kann man prima die Dünen runterrutschen wie auf einem Bob, das wird bestimmt lustig! Maki, Totu, Tara und Wala waren natürlich begeistert von meiner Idee!
Ich komme zurück nach Taa-Nrum L 6 4, meine Freunde haben die Blätter bereits gepflückt. Wieso sie wissen, wann ich komme und wohin, das ist ein großes Rätsel. Sie wissen es einfach. Sobald ich irgendwo auf dem Planeten ankomme, sind sie kurz darauf zur Stelle, oder warten bereits auf mich.
Maki und Totu nehmen mich wie üblich in die Mitte, Wala trägt die Blätter und dann sausen wir in Windeseile in die Sandwüste.
Ich hab schon erwähnt, dass alles auf Taa-Nrum L 6 4 so schnell ist. Meine Freunde können laufen, das glaubst du nicht! Wenn es rasch gehen muss, heben sie mich hoch und tragen mich.
Diesmal halten sie mich verkehrt. Nein, nicht kopfüber, hihi, sondern mit dem Rücken nach vorne und dem Gesicht nach hinten. Da kann ich besser atmen.
Hast du schon mal probiert, mit dem Kopf aus dem Fenster eines fahrenden Autos nach Luft zu schnappen? Ist fast unmöglich, nicht? Und wenn meine Freunde mit mir in ihrem Affentempo durch die Gegend sausen, dann habe ich das Gefühl, ich würde meinen Kopf aus einem Flugzeugfenster halten! Verkehrt rum ist es besser.
Wie immer sind wir in Windeseile dort, wo wir hinwollen, diesmal in der Wüste. Totu sieht die Düne, die am höchsten ist, die nehmen wir! Maki und Wala sausen mit mir rauf, Tara und Totu folgen uns.
Feigheit ist das Letzte, was man meinen Freunden vorwerfen kann. Sie haben so etwas wie Bob fahren noch nie gemacht und die Düne ist wirklich steil, aber kaum sind wir oben, rutschen Maki und Totu auf ihrem Blatt-Bob nach unten! Wala, Tara und ich folgen ihnen sofort.
Und es ist völlig unglaublich, ich komme als erster unten an! Ich bin der Sieger! Es gibt tatsächlich etwas, in dem ich besser bin als meine Freunde! Das gab’s noch nie, seit ich die vier Quomaianer kennengelernt habe. Der Jubel meiner Freunde ist groß, sie umarmen mich stürmisch. Sie kennen keinen Neid und freuen sich aufrichtig über meinen Erfolg.
Kaum sind wir unten, laufen meine Freunde und ich, genauer gesagt, Totu und Wala mit mir und Maki und Tara hintendrein, so laufen wir die Düne wieder rauf. Und auf den Blättern der Tikameni-Bäume wieder runter. Und wieder rauf und wieder runter. Und immer bin ich der Schnellste! Die Erklärung dafür ist einfach, ich bin leichter als meine Freunde und gleite daher schneller über den Sand. Meine vier Quomaianer freuen sich wie verrückt darüber, jedes Mal wenn wir unten ankommen, umarmen sie mich und jubeln.
„Petera isti der Beste“, sagt Totu.
„Peter ist der ist der schnellste Bobfahrer!“, ruft Maki.
„Whir Quhomaihanher shind doch nicht inh allhem bhesser als ihr Mhenschen“, bestätigt Tara.
„Brravvvo, Pppettterrr“, lobt mich Wala.
Das nächste Mal stößt sich Maki fortwährend mit den Beinen ab, aber er ist trotzdem nicht schneller. Totu tut es ihm nach und die beiden machen ein richtig fettes Wettrennen! Wala und Tara fahren auf einem Blatt runter, damit werden sie nur noch langsamer. Ich warte, bis meine Freunde unten angekommen sind und mache eine Solofahrt. Slalom mit dem Blatt-Bob, ja, das klappt gut! Applaus, Applaus, danke!
Nun nehmen mich Tara und Wala in die Mitte und wir sind im Nu wieder oben auf der Kuppe der Düne. Eigentlich geht das schneller als das Runterfahren. Gegen das Laufen meiner Freunde hat nichts eine Chance.
So, der nächste Durchgang. Maki, Tara und Wala hüpfen aufs Blatt und runter geht’s, ich tue es ihnen nach. Was macht Totu, der Oberspaßvogel? Er klemmt sich das Blatt zwischen die Beine, hält es mit der einen Hand vor dem Körper, mit der anderen hinter seinem Körper fest und läuft nach unten! So was!
Es sieht wahnsinnig komisch aus, wenn mein Freund mit seinen dünnen Beinen durch den Sand stakst. Und er lacht dabei aus vollem Hals, laut und wie immer schrecklich ansteckend: „Knaknaknaknakna!“
„Unfair, Totu!“, rufe ich und versuche vergeblich, ein ernstes Gesicht zu machen, „du bist ein Schummler!“
„Nein“, antwortet mein Freund, „ichi bin eina Sieger! Knaknakna!“
Zwei Sekunden später hat Totu seine Siegesfahrt, nein, seinen Siegeslauf beendet, er lässt sich sofort in den Sand fallen, dreht sich auf den Rücken und strampelt mit den Beinen in die Luft, ohne mit dem Lachen aufzuhören. Das ist eine Eigenart meiner Freunde. Wenn sie etwas ganz, ganz lustig finden, dann lachen sie nicht einfach – und das in den eigenartigsten Tönen – sondern sie werfen sich zusätzlich auf den Rücken und zappeln mit den Beinen in der Luft. Wer da nicht mitlachen kann, hat wahrscheinlich überhaupt keinen Humor!
Nachdem wir unten ankommen, hüpfen Maki, Tara, Wala und ich von unseren Blätter-Bobs, werfen uns zu Totu auf den Rücken und strampeln ebenfalls mit unseren Beinen. Ich ersticke fast vom vielen Lachen, es ist jedes Mal dasselbe. Totu und seine Ideen!
Als ich mich aufsetze – bin ich in meinem Bett! Wieder ist ein lustiges Abenteuer mit meinen Freunden viel zu rasch vergangen.
Schade!

Mittwoch, 21. November 2012

Das eBook ist fertig!

Nun gibt es das Buch über mich "Peters Abenteuer auf Taa-Nrum L-6-4" auch als eBook!

Erhältlich im Amazon Kindle Store und in den Apple iTunes!

Bei Amazon gibt es auch einen "Blick ins Buch": http://www.amazon.de/Peter-Taa-Nrum-L-6-4-Sciencefiction-Abenteuer-ebook/dp/B00AA49G5Q/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1353872635&sr=8-2

Samstag, 17. November 2012

Taras Meinung über die Menschen

Gestern waren Maki und Tara bei mir, wir haben uns Avatar angeschaut. Seit kurzem habe ich nämlich einen Fernseher in meinem Zimmer :-) Mama hat sich lange gewehrt, bisher durfte ich nur auf meinem Laptop fernsehen (mit Antennen-Stick und TV-Programm), Mama meinte, das ist nicht so komfortabel und da sehe ich nicht so viel fern.
Mittlerweile hat sie sich endlich überreden lassen, mir einen Fernseher zu kaufen. Ich bin eh nicht soo der Couchpotatoe, aber manchmal möchte ich einfach für mich alleine in meinem Zimmer bequem und mit einem großen Bildschirm fernsehen. Der Fernseher hat auch ein DVD-Laufwerk, echt super!

Ja, und nun habe ich mir eben mit meinen Freunden Avatar angeschaut. Ich finde den Film toll, aber Tara und Maki waren erschüttert, wie die "hochzivilisierten" Menschen die behandeln, von denen sie glauben, dass sie weniger Wert sind! Meine beiden Freunde wissen mittlerweile, dass im Film nicht alles so ist wie in Wirklichkeit, aber wie auf der Erde die Indianer/Tibeter/Aboriginees/viele Tiere etc. behandelt wurden und werden - in dieser Hinsicht war der Film leider sehr realistisch.

Vor allem Tara ging es sehr schlecht nachher, sie war total fertig und meinte, da sind die Tutulu ja nichts dagegen. Ich habe den beiden erzählt, wie viele gute Menschen es auch auf der Erde gibt, den Dalai Lama oder die Mitarbeiter von Vier Pfoten und Greenpeace oder die mutigen Frauen von Pussy Riot und ganz viele andere und natürlich auch meine Mama, Susanne und mich, das hat meine Freundin dann wieder versöhnt.

Wir drei haben dann noch Entspannungsübungen gemacht, danach ist es Tara wieder gut gegangen. Gott sei Dank!

Hörprobe auf YouTube!

Jetzt gibt es eine Hörprobe zum Buch über mich:

Donnerstag, 8. November 2012

Und wieder haben mir die Entspannungsübungen geholfen!

Pfff, er ist gut vorbei, der Französisch-Test! Zu Beginn hab ich - wie so oft - für etwa drei Minuten Entspannungsübungen gemacht. Die Zeit ist gut investiert, durch die Übungen werde ich voll konzentriert und bin dann viel schneller fertig :-)

Mein Lehrer, Herr Klein, hat mich gefragt, ob ich nicht endlich anfange.

Nach der Stunde hab ich's ihm erklärt und - stell dir vor - er kennt die Übungen auch! Seine Frau macht sie für sich und auch mit ihrer Tochter. Die Muskelrelaxation ist auf der Erde ganz schön weit verbreitet :-)

Montag, 5. November 2012

Bei Wala und Totu zu Hause auf Taa-Nrum L-6-4

Letzte Nacht habe ich Wala und Totu auf ihrem Bauernhof besucht. Das war total lustig, wie jedes Mal.
Taa Nrum L 6 4 ist zweigeteilt. Das liegt an der zweiten Sonne. Wie jeder Planet umkreist Taa Nrum L 6 4 eine Sonne. Zusätzlich gibt es eine zweite, kleinere, die immer in derselben Position zum Planeten bleibt. Daher ist die eine Hälfte von Taa Nrum L 6 4 fruchtbar, warm und lebensfreundlich, die andere Hälfte, die von beiden Sonnen beschienen wird, ist Steinwüste oder Sandwüste, total unfruchtbar, heiß und recht ungemütlich.
Die beiden Sonnen sind kein Doppelsternsystem, sondern die kleinere Sonne ist durch Explosion aus der größeren entstanden, haben mir Totu und Maki erzählt. Echt abgefahren, nicht?
Meine Freunde, beziehungsweise alle Quomaianer, leben auf der fruchtbaren Seite des Planeten. Eh klar. Und da bin ich jetzt.
Es fließt ein kleiner Bach hinter Walas und Totus Haus vorbei, mit Fischen drin. Auf Taa Nrum L 6 4 heißen sie Wrumbatts. Es gibt sie in unendlich vielen Farben, unter Wasser schaut es aus wie auf der Erde im karibischen Meer.
Die Wrumbatts ähneln unseren Fischen, aber ihr Kopf ist abgesetzt, das heißt, die Tiere haben einen kurzen Hals. Außerdem haben sie viele Flossen rund um ihren Körper herum. Sie schauen total witzig aus!
Das lustigste daran ist, dass Totu die Wrumbatts mit der Hand fängt! Diese Wassertiere sind extrem schnell, wie alles auf dem Planeten – ich sag nur »Erdbeeren« – aber Totu ist noch schneller. Er geht ein, zwei Schritte in den Bach, bis ihm das Wasser zu den Knien reicht, Totu bleibt ganz ruhig stehen, schaut auf die Wasseroberfläche, dann saust sein Arm blitzschnell ins Wasser und wenn mein Freund sich wieder aufrichtet, zappelt ein Wrumbatt in seiner Hand!
Totu ruft dann so was wie: »Ich bina dera größte Wrumbattfängeri dera Galaxis!«, oder etwas Ähnliches.
Dann hüpft er im Kreis, dass das Wasser grad so spritzt und schneidet Grimassen. Das bringt Wala und mich zum Lachen!
Totu wirft die Wrumbatts sofort wieder ins Wasser, sie sind ungenießbar, er fängt sie nur zum Spaß.
Wie du dir denken kannst, will ich das »Handangeln« auch probieren. Aber – null Chance! Sobald ich nur mit dem Arm zucke, sucht der Wrumbatt das Weite! Was glaubst du, tu ich dann? Richtig, ich mache meine Entspannungsübungen!
Zuerst die Augenbrauen hochziehen, die Spannung für fünf Sekunden halten, lockerlassen. Dasselbe mit dem Mund: fest in die Breite ziehen, die Spannung halten, lockerlassen. Diese beiden Übungen sind meine Lieblingsübungen. Dann kommen die Oberarme dran, die Unterarme spannt man an, indem man den Arm abwinkelt und eine Faust ballt, als nächstes ist der Quoqui an der Reihe, hihi, so nennt ein Quomai den Popo, dann noch Ober- und Unterschenkel. Jeden Körperteil anspannen, kurz halten, entspannen.
Und, was glaubst du, hilft’s, erwische ich einen Wrumbatt?
Naja, ehrlich gesagt, ich kann trotzdem keinen fangen. Die Schnelligkeit aller Lebewesen auf diesem Planeten ist einfach mit nichts zu vergleichen. Aber – ich hab einen Wrumbatt gestreift, ich hab ihn berührt! Ich bin ganz stolz auf mich, Totu hat’s auch gesehen und freut sich mit mir!
Kurz darauf wird mir im Wasser kalt, wir gehen ans Ufer und setzen uns vors Haus auf die Bank, um uns in der Sonne aufzuwärmen.
»Willlsttt ttttu dir unsser neukkepporenes Kmrzrnrtattti anschauennn?«, fragt Wala dann. Obwohl sie eine sehr harte Aussprache hat, ist meine Freundin ein genauso guter Mensch, äh, ein genauso gutes Wesen wie meine drei anderen Freunde.
Natürlich will ich!
Na, das Kleine schaut vielleicht lieb aus! Es hat noch keine Hörner, nur kleine Dippel am Kopf und die Geräusche, die es macht, sind total herzig. Nicht »Muhh«, wie unsere Kühe, sondern mehr so »Uuks, uuks«. Zum Schießen! Und die Mama steht ganz wichtig daneben und lässt uns nicht aus den Augen, damit wir ihrem Jungen nur ja nichts tun.
Während ich mich umdrehe, um Wala zu fragen, ob ich es füttern darf, wache ich auf.
Ach, ich würde mir soo wünschen, dass Susanne mit mir reisen kann, der Bauernhof meiner Freunde würde ihr gefallen!

Sonntag, 4. November 2012

Im Internet gibt's allerlei Informationen über mich

Jetzt gibt es schon jede Menge Infos über mich im Internet, zusätzlich zu diesem Blog.

Aaalso:
Ich bin auf Facebook: http://www.facebook.com/peter.bauer.908132

Auf Twitter gibt's Infos über mich: https://twitter.com/PeterBa88448824

Auf Youtube gibt's ein Video: http://www.youtube.com/watch?v=pHhIJuqVcT4


Und wenn man nach "Peter" und "Muskelrelaxation" googelt, kommen gleich auf der ersten Seite zwei Links zum Buch über mich, eins vom Wellness-Portal:
http://www.wellness-portal.info/forum/index.php?topic=1285.msg3528;topicseen (an zweiter Stelle in der Liste)

Der andere Link ist von der Muskelrelaxation-Infoseite:
http://www.progressive-muskelrelaxation.info/nach-jacobson-literatur.php


Ja, ja, jede Menge Infos über mich!

Dienstag, 30. Oktober 2012

Susanne kann meine Freunde leider nicht sehen!

Meine Freundin Susanne ist ganz geknickt, weil sie die Quomaianer nicht sehen und auch nicht zu ihnen reisen kann.

Sie ist die Einzige, der ich von meinen Abenteuern erzählt habe (OK, Du weißt es jetzt auch, aber Dir muss ich nicht in die Augen sehen und beim Erzählen knallrot werden), Susanne hat mir von Anfang an geglaubt und wollte natürlich mit mir zu meinen Freunden reisen. Bisher hat es aber noch nie funktioniert!

Und heute haben wir gemeinsam für den Französisch-Test gelernt, als Tara und Wala mich besucht haben! Leider kann Susanne sie überhaupt nicht sehen oder hören oder wenigstens wahrnehmen. Das Gespräch war daher ein bisschen mühsam für mich, immer "Tara sagt", "Wala meint", "Tara sagt" und so weiter, Susanne wollte alles mögliche wissen von Tara und Wala. Sie stellt Fragen, auf die ich nie gekommen wäre! Wie sie ihre Männer kennengelernt haben, ob sie Kinder haben, wie sie sich schminken, lauter so Sachen.
Die beiden Quomaianerinnen haben sich auch sehr gefreut, Susanne endlich kennenzulernen. Ich fand den ganzen Nachmittag mit meinen drei Freundinnen sehr nett (und für den Test lernen wir dann morgen weiter). Aber Susanne war am Ende doch ziemlich frustriert. Als Tara und Wala wieder verschwunden sind, meine ich, als meine Freundinnen bei mir waren, hat sie das natürlich nicht gezeigt.

Ich hab versucht, meine Freundin zu trösten, hab ihr gesagt, dass sie sich nicht so verbeißen soll drauf, irgendwann wird es ganz von selbst gehen. Aber ich weiß einfach nicht, was ich machen könnte, dass Susanne meine Quomaianer auch sehen kann, bei mir funktioniert es ja auch "einfach so". Ich hab da einfach keine Idee ...

Sonntag, 28. Oktober 2012

Das nächste Abenteuer auf Taa-Nrum L-6-4 ließ nicht lange auf sich warten

ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG!
ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG!
(Was ein Spoiler ist, kannst du hier nachlesen: http://peter-bauer-blog.blogspot.co.at/2012/10/ein-paar-infos-uber-mich.html)

Das nächste Mal kam ich auf Taa-Nrum L-6-4, um meinen Freunden das Snowboarden beizubringen. Auf dem Planeten gibt es Pflanzen, die ganz lang und flach wachsen, sie schauen wie Bretter aus. Die haben wir verwendet. Es gibt zwar keinen Schnee in der Heimat meiner Freunde, aber eine Wüste mit Dünen, die aus ganz, ganz feinem Sand bestehen. Dorthin haben wir uns begeben (wieder im Affentempo) und ich hab Maki, Totu, Tara und Wala zunächst erklärt, wie man "snowboardet" und bin dann als erster die Düne runtergefahren.

Was meine Freunde dann aufgeführt haben, ist nahezu unbeschreiblich! Sie sind gefahren, als würden sie schon jahrelang nichts Anderes tun! Tara etwa hat ihre erste Fahrt gleich mit einem Backflip beendet, einem Rückwärtssalto. Ich war sowas von baff!!!

Leider sind auch diesmal die blöden Tutulu aufgetaucht und gleich zweimal! Bevor wir in die Wüste losgestartet sind, mussten wir sie das erste Mal vertreiben (entspannen, plopp und weg :-) und dann, also das war echt schlimm, sind sie nochmals gekommen, als Tara alleine am Fuß der Düne gestanden ist! Wir konnten sie aber nochmals erfolgreich vertreiben. Das heißt, ehrlich gesagt war ich da nicht daran beteiligt, ich war so wütend, dass diese Quälgeister auf eine allein losgehen, ich wäre fast explodiert vor Zorn!

Ist aber trotzdem wieder alles gut ausgegangen, zum Schluss, das heißt, bevor ich aufgewacht bin, sind wir alle fünf am Rücken gelegen, haben mit den Beinen gestrampelt und uns den Bauch vor Lachen gehalten!


Auch dieses Abenteuer kannst du in voller Länge in meinem Buch "Peter auf Taa-Nrum L-6-4 - ein Sciencefiction-Abenteuer mit Entspannungsübungen nach Jacobson" lesen!

Samstag, 27. Oktober 2012

Noch ein lustiger Besuch auf Taa-Nrum L-6-4

ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG!
ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG!
(Was ein Spoiler ist, kannst du hier nachlesen: http://peter-bauer-blog.blogspot.co.at/2012/10/ein-paar-infos-uber-mich.html)

Von unserem Fußballspiel muss ich dir unbedingt auch erzählen, oder wie Maki meint, "Fußspielball", das Wort kann er sich einfach nicht merken! Das bringt mich schon wieder zum Lachen!

Ich hatte den vieren vom Fußballspielen erzählt und da haben wir beschlossen, ein Match auszutragen. Ich würde im Tor stehen und die Freunde bilden zwei Mannschaften. Und - unglaublich, aber wahr - ich hab mich im Bett nicht nur auf Maki, Totu, Tara und Wala konzentriert, wie ich es immer mache, um sie nach dem Einschlafen besuchen zu können, sondern auch fest an meinen Fußball gedacht, den ich mir neben's Bett gelegt habe und der ist mit mir gereist!!

Das Spiel war natürlich der absolute Hammer, es war total lustig! Zuvor sind leider die blöden Tutulu aufgetaucht, wir mussten sie mit den Entspannungsübungen vertreiben. Verschiedene Muskelpartien nacheinander antspannen, halten für fünf Sekunden, locker lassen, entspannt sein :-) Es ist uns auch gelungen, sie loszuwerden, ha! Ein Raumschiff nach dem anderen hat "Plopp" gemacht und sich in Luft aufgelöst. Solchane Quälgeister, diese Tutulu!

Dann ging's los, Maki und Tara haben gegen Wala und Totu gespielt. Die vier können extrem schnell laufen - wenn wir wo anders hin laufen, nehmen sie mich in die Mitte und mir kommt dann vor, ich bin in einem Wirbelsturm - und ihre Schüsse sind auch so schnell, dass ich eigentlich keine Chance habe! Eigentlich. Sechs Tore oder so habe ich ohne Gegenwehr kassiert und war dementsprechend frustriert. Dann haben mich meine Freunde auf die Entspannungsübungen aufmerksam gemacht. Ich Depp, dass ich da nicht selbst draufgekommen bin! Sie helfen mir ja auch, um mich besser konzentrieren zu können, vor den Hausaufgaben oder vor einem Test ein paar Übungen und schon bin ich voll dabei!

Gut, ich hab mich entspannt, während meine Freunde um den Ball gekämpft haben. Was heißt, gekämpft, ein Fußballspiel auf Taa-Nrum L-6-4 ist keinesfalls so wie bei uns! Alle vier waren die ganze Zeit freundlich und nett zueinander, haben gelacht und gescherzt und sich gegenseitig angefeuert. Und jedes Mal wenn einer ein Tor geschossen hat, haben die anderen drei heftig applaudiert, darüber muss man einfach schmunzeln. Foul oder böse Worte oder verärgert sein oder dem anderen weh tun wollen - das gibt es schon gar nicht auf dem Planeten meiner Freude!

Und - was soll ich dir sagen: durch die Entspannungsübungen konnte ich tatsächlich einige Tore abwehren! Und jedes Mal, wenn mir das geglückt ist, sind meine Freunde zu mir gelaufen und haben sich mit mir gefreut!

Nach dem Spiel hätte es ein köstliches Essen gegeben - aber leider bin ich genau da aufgewacht, als ich zu schmausen beginnen wollte.

Natürlich ist auch dieses Erlebnis in meinem Buch "Peter auf Taa-Nrum L-6-4 - ein Sciencefiction-Abenteuer mit Entspannungsübungen nach Jacobson" ganz genau und ausführlich beschrieben.

Schachspielen mit Totu

Heute haben mich Wala und Totu besucht! Ich hab mit Totu ein paar Runden Schach gespielt und Wala hat zugesehen. Totu ist ein ausgezeichneter Schachspieler.
Auf Taa-Nrum L 6 4 spielt man fünfdimensionales Schach, das ist echt stark! Man spielt auf acht Flächen übereinander, das heißt, man bewegt die Figuren nicht bloß hin und her, sondern auch rauf und runter! Das kannst du dir wie einen Würfel vorstellen. Und von diesen Würfeln gibt es zwei neben- und zwei hintereinander, vier Würfeln also. Das ist die vierte Dimension. Als wär’ das nicht schon kompliziert genug, gibt es noch eine Ebene mit ebenfalls vier Würfeln!! Das ist die fünfte Dimension.
Das heißt, man spielt 8 (!) Spiele gleichzeitig und jedes Spiel auf 8 Flächen!
Die Würfel drehen sich um die eigene Achse und das ganze Konstrukt kann man um 360 Grad drehen, sonst hätte man Probleme, alle Felder zu erreichen. Daher sitzen die Quomaianer nicht gegenüber, wenn sie miteinander spielen, sondern nebeneinander.
Es wird nicht schwer zu erraten sein, dass ich in dem quomaianischen Schach KEINE Chance auf einen Sieg habe!
Aber im „erdischen“ Schach bin ich schon recht gut, weil mir Totu unendlich viele Tricks zeigt. Gewonnen habe ich noch nie gegen ihn. Ist mir egal. Es macht mir einfach wahnsinnig Spaß, mit ihm zu spielen.
Wala mag das weniger, aber sie schaut gerne zu. Und nebenbei können wir uns gut unterhalten. Sie hat mir erzählt, dass gestern ihr Kmrzrnrtati ein Junges bekommen hat. Diese Kmrzrnrtati sind so was wie unsere Kühe, schauen ähnlich aus, sind aber größer. Ein junges quomaianisches Kälbchen muss lieb sein! Ich freue mich auf meinen nächsten Besuch bei den beiden!

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Tara und Wala, meine beiden Freundinnen - und Susanne, natürlich!

Also am besten fange ich mit Susanne an, schließlich kenne ich sie schon am längsten. Genauer gesagt, kennen wir uns seit dem Kindergarten. Sie sieht super aus, ist genauso groß wie ich, hat rote, lange, gelockte Haare und wenn sie lacht, dann strahlen ihre Augen und in ihren Wangen bilden sich süße Grübchen.
Beste Freunde wurden wir so circa in der Volksschule. Wir streiten ganz selten, nur, wenn sie ihre Meinung durchdrücken will. Sie ist nämlich ein bisschen rechthaberisch :-) Und wenn ich nicht nachgebe, dann streiten wir. Meistens gebe ich aber nach.

Tara ist Makis Frau. Als ich sie kennengelernt habe, dachte ich, sie sei ganz ernst, das stimmt aber nicht, sie lacht recht gerne. Tara ist supergescheit, sie ist Lehrerin auf Taa-Nrum L-6-4. Sie hat immer ein paar Rechentipps für mich parat. Zum Beispiel, wenn man im Kopf eine Zahl mit fünf multiplizieren soll, dann nimmt man einfach die Hälfte und multipliziert mit zehn. Oder wenn man eine Zahl mit zwölf multiplizieren soll, dann multipliziert man zunächst mit vier und dann mit drei. Wenn sie mich besucht und ich hab grad Matheaufgaben zu erledigen, dann geht das mit ihrer Hilfe blitzschnell! Außerdem ist sie extrem sportlich.

Wala ist meine Seelentante, sozusagen. Sie ist sehr einfühlsam, lacht auch recht gerne, kann da ihrem Mann, Totu, aber nicht das Wasser reichen. Das kann niemand :-) Wenn mich was quält, das ich sonst niemandem erzählen kann, dann ist Wala die Richtige. Wala ist sehr geschickt, sie bewirtschaftet mit Totu einen Bauernhof und ist - da Totu auf dem Stadtamt arbeitet - hauptsächlich für alles verantwortlich. Wala macht Wolle und strickt Pullover, sie macht Stoffe, färbt sie ein und solche Sachen.


Ja, das sind meine drei Freundinnen! Wenn in meinem Leben auch nicht alles OK ist, Ralf etwa, der mich sekkieren will ohne Ende,  aber meine fünf Freunde, Maki, Totu, Tara, Wala und Susanne wiegen alles auf!

Weitere Abenteuer auf Taa-Nrum L-6-4

ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG! 
ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG! 
(Was ein Spoiler ist, kannst du hier nachlesen: http://peter-bauer-blog.blogspot.co.at/2012/10/ein-paar-infos-uber-mich.html)


Tja, einige Zeit nach meinem Besuch auf Taa-Nrum L-6-4 bin ich in der Schulstunde gesessen und plötzlich sitzt Maki neben mir! Vor Schreck bin ich vom Sessel gefallen, was der Ralf natürlich wieder mit einer blöden Bemerkung quittiert hat! Und - stell dir vor - NIEMAND kann Maki sehen oder hören! Nur ich!

Wir haben uns dann in Gedanken unterhalten, das heißt, ich habe gedacht und Maki laut geantwortet, die Quomaianer können nämlich Gedanken lesen. Er braucht mich, hat er mir gesagt und gleich darauf ist er verschwunden.

Ich nach der Schule sofort nach Hause und ab ins Bett, obwohl ich nicht gewusst habe, wie ich denn wieder auf den Planeten kommen sollte! Hat dann aber doch geklappt, hab einfach ganz fest an Maki und Totu gedacht, bin eingeschlafen und dann war ich wieder bei meinen Freunden!

Dann hab ich Tara kennengelernt, Makis Frau und danach auch Wala, Totus Frau. Sie war unter einem Felsen eingeklemmt und ich hatte die Idee, wie wir sie befreien können! Da bin ich jetzt schon recht stolz auf mich :-)

Und da war dann noch die Episode mit den Erdbeeren, wann immer meine Freunde oder ich davon anfangen, müssen wir alle lachen, werfen uns zu Boden und strampeln mit den Beinen in die Luft, wir lachen so lange, bis wir fast keine Luft mehr kriegen. Aber nicht nur darüber. Wenn Maki und Totu worüber auch immer lachen, endet es immer damit, dass sie am Boden liegen und mit den Beinen in die Luft strampeln! Wer da nicht mitlachen muss, lacht über gar nichts!

Das ganze Abenteuer kannst du auch in meinem Buch nachlesen, "Peter auf Taa-Nrum L-6-4: Ein Sciencefiction-Abenteuer mit Entspannungsübungen nach Jacobson"

Das wär's für heute, bis bald!